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Ausbildungs-Kläranlage LollarAusbildungs-Kläranlage Lollar

Auszug aus dem Gießener Anzeiger vom 04.04.2015

Bundesweit anerkannte Ausbildungskläranlage in Lollar
Wasserwirtschaftsvereinigung würdigt besonderes Engagement in Aus- und Fortbildung
LOLLAR - (sl). Dem Zweckverband Lollar/Staufenberg (ZLS) wurde von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) mit einer Urkunde die Anerkennung als DWA-Ausbildungskläranlage bescheinigt. Von der DWA war Geschäftsführerin Dipl.-Ing. Vera Heckeroth gekommen, um das Zertifikat zu überreichen.
Die Auszeichnung wurde von der DWA aufgrund der besonders effektiven Optimierungsmaßnahmen und der guten Schulung und Qualifikation der Mitarbeiter im Bereich der Abwasserentsorgung ausgesprochen. ZLS-Geschäftsführer Jochen Becker begrüßte neben Heckeroth auch Abwassermeister Hans Gattinger und Thomas Schattschneider vom ZLS, Baudirektor Dipl.-Ing. Frank Reißig, Leiter des Dezernates Kommunales Abwasser beim Regierungspräsidium, den Vertreter der technischen Hochschule Mittelhessen (THM) Dipl.-Ing. Thomas Luthardt-Behle und nicht zuletzt Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek. Dabei betonte er die gute Zusammenarbeit mit der THM und dem Kreis.
Der ZLS ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung mit großem Engagement tätig, erklärte Becker. Dazu zählt auch eine ganze Reihe von Studenten, die ihre Bachelor- oder Masterarbeit zu Aufgabenstellungen des ZLS verfassen. Heckeroth erläuterte Aufgaben und Ziele der DWA, die sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft einsetzt. Sie ist eine politisch und wirtschaftlich unabhängige Organisation und arbeitet fachlich auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz. In Europa ist sie die mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und nimmt durch ihre fachliche Kompetenz bezüglich der Regelsetzung, Bildung und Information der Öffentlichkeit eine besondere Stellung ein. Die rund 14 000 Mitglieder repräsentieren Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Behörden und Unternehmen. Heckeroth sagte, dass dabei in vielen DWA-Kursen und Seminaren auch zum Teil fachfremden Kollegen die wichtigsten Anforderungen an den Betrieb von Kläranlagen vermittelt würden. Dabei übernehmen die DWA-Ausbildungskläranlagen eine wichtige Aufgabe, denn in einem 14-tägigen Praktikum würden Grundlagen aus der Praxis vermittelt.
„Nur so ist gewährleistet, dass die theoretischen Unterweisungen auch auf fruchtbaren Boden fallen“, sagte sie und betonte außerdem, dass diese Praktika zum normalen Tagesgeschäft, quasi ehrenamtlich, laufen.
Bemerkenswert im Zusammenhang mit der Überreichung der Urkunde ist auch die seit mehr als 30 Jahren stattfindende Betreuung der Fortbildungsarbeit des Betriebspersonals in sogenannten Kläranlagen-Nachbarschaften. Dabei trifft sich das Personal der Kläranlagen aus der näheren Umgebung in der Regel zwei bis dreimal im Jahr, um sich zu speziellen Themen auszutauschen. „Diese Praxis hat sich bestens bewährt.“



Der ZLS erhielt jetzt das Zertifikat zur Anerkennung als DWA-Ausbildungskläranlage. Vera Heckeroth übereichte es an ZLS-Abwassermeister Hans Gattinger (4. von links). Mit dabei (von links) Frank Reißig, Thomas Schattschneider, Jochen Becker, Thomas Luthardt-Behle und Bürgermeister Wieczorek. (Foto: Scherer)

 

 

 


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