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Weltwassertag 2017Weltwassertag 2017


Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto "Wastewater - Abwasser“

Lollar/Staufenberg, 22. März 2017 - Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto "Wastewater - Abwasser“. Mit diesem Themenschwerpunkt wollen die Vereinten Nationen auf die besondere Bedeutung einer sicheren und zuverlässigen Aufbereitung von Abwasser aufmerksam machen.
 „Abwasserentsorgung bedeutet Umweltschutz: Mit der Entsorgung von Abwasser aus häuslichem, gewerblichem und industriellem Gebrauch werden Krankheiten und Seuchen vermieden und die Umwelt geschützt. Von den ersten Kläranlagen des 19. Jahrhundert, mit denen hauptsächlich Epidemien eingedämmt werden konnten, bis zu der Anwendung von hochentwickelten technischen Verfahren in der heutigen Zeit können mittlerweile auch Wertstoffe, Wärme und Energie aus dem Abwasser recycelt und gewonnen werden. Ohne kommunale und industrielle Abwasserentsorgung könnte Trinkwasser – das Lebensmittel Nummer 1 – nicht konstant in guter Qualität zur Verfügung stehen“, erklärt Jochen Becker, Geschäftsführer des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg. Abwasser wird in Deutschland, im Gegensatz zu vielen EU- Staaten, fast flächendeckend mit dem höchsten EU-Reinigungsstandard behandelt.

Medikamentenreste gehören nicht in die Toilette
Die Kläranlagen in Deutschland sind technisch hervorragend ausgerüstet. Allerdings können sie nicht alle Inhaltsstoffe von Medikamenten aus dem Abwasser filtern. Die dafür notwendige Nachrüstung der Anlagen wäre sehr aufwendig und sehr teuer. Einige Wirkstoffe von Medikamenten wurden in den letzten Jahren in Oberflächengewässern wie Bächen, Flüssen oder Seen festgestellt. Für den Menschen sind diese Rückstände nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund der minimalen Konzentrationen nicht gefährlich. „Damit das auch in Zukunft so bleibt, sollten wir gemeinsam das Möglichste tun, um die Belastung des Wasserkreislaufs so gering wie möglich zu halten. Jede Tablette und jeder Tropfen Arznei, die nicht in die Toilette oder in den Ausguss und damit ins Abwasser gelangen, entlasten unsere Umwelt erheblich“, sagte Herr Becker.

Weiterführende Informationen und Materialien für Redaktionen:

Historie des Weltwassertages:

Der internationale Tag des Wassers wurde 1992 auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Hintergrund war die Agenda 21, die im Juli 1992 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde. Darin werden die Probleme und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Entwicklung der Wassernutzung und -versorgung behandelt. Der Weltwassertag soll zur Umsetzung von Projekten und Programmen beitragen, die sich der Verbesserung der Wasserversorgung widmen. Er soll helfen, die festgesetzten Empfehlungen in den einzelnen Ländern in gezielte Maßnahmen umzusetzen. Die Mitgliedsstaaten der UN sind aufgefordert, am Weltwassertag durch konkrete Aktionen auf die Bedeutung des Wassers als Lebensmittel Nr. 1 aufmerksam zu machen und damit in der Öffentlichkeit Bewusstsein für das Thema zu erzeugen. Der Tag des Wassers steht jedes Jahr schwerpunktmäßig unter einem anderen Motto.

Grafiken zu den Themen Trinkwasser und Abwasser finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft:
 
Trinkwasser:
https://www.bdew.de/internet.nsf/id/8DFG2N-DE_Grafiken
 
Abwasser:
https://www.bdew.de/internet.nsf/id/8DFG32-DE_Grafiken

Gewässertyp des Jahres 2017:
 Seit 2011 kürt das Umweltbundesamt (UBA) am Tag des Wassers einen "Gewässertyp des Jahres". 2017 wird das UBA den "Tiefen, großen, kalkarmen Mittelgebirgssee" als "Gewässertyp des Jahres 2017" vorstellen. Als Informationsmaterial zum Gewässertyp des Jahres stehen ein Faltblatt und ein Poster zur Verfügung, die - ebenso wie allgemeine Informationen zu dem Thema - über die Internetseite des UBA abgerufen werden können:
http://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaessertyp-des-jahres


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