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Mitarbeiter machten VerBand zu dem, was er heute istMitarbeiter machten VerBand zu dem, was er heute ist

Auszug aus Gießener Anzeiger vom 08.10.2005

Zweckverband Lollar/Staufenberg ist 100 Jahre alt - Feierstunde im Lollarer Bürgerhaus - Wasserversorgung in bester Qualität sichergestellt

Jugend- und Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Lollar Überreichung der Ehrenurkunde zum 100jährigen Jubiläum

Lollar (sl). Das 100-jährige Bestehen des heutigen Zweckverbandes Lollar/Staufenberg (ZLS) wurde mit einer Feierstunde im Lollarer Bürgerhaus begangen. Das Jugend- und Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Lollar (JBO) unter Leitung von Thomas Buß sorgte für die musikalische Umrahmung.

Nachdem am Anfang eine Wasserwerkskommission der Gemeinde Lollar, Staufenberg, Mainzlar und Daubringen stand, übernahm bereits 1907 der Verein Wassergenossenschaft "Glückauf" deren Aufgaben, bis 1964 der Verein aufgelöst wurde und an dessen Stelle der Zweckverband "Wasserversorgung Glückauf" gebildet wurde. Im Jahre 2000 benannte  sich dieser dann in ZLS um, und übernahm auch die Aufgaben des Abwasserverbandes Lollar.

 

Kunstradgruppe des Radfahrvereins Lollar Ungarn-Deutschen-Tanzgruppe

 

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung Johannes Fuhrmann begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen Regierungspräsident Wilfried Schmied, die Kreisbeigeordnete Dietlinde Elies, Manfred Siekmann von der IHK GießenFriedberg, aber auch Dr. Bernd Wieczorek, Lollarer Bügermeister und Verbandsvorsteher des ZLS. Er freute sich, unter den Gästen auch den langjährigen Verbandsvorsteher und Lollars Bürgermeister d.D. Gerd Bocks willkommen zu heißen, aber auch zahlreiche Mitarbeiter und Ehemalige, die gekommen waren, um mit dem ZLS zu feiern.

"100 Jahre sind Anlass, Rückschau zu halten", erklärte Geschäftsführer Jochen Becker und ging dabei auf die Erfolgsgeschichte  des ZLS ein, "die nur möglich wurde durch unsere Mitarbeiter, denn sie haben den Verband zu dem gemacht, was er heute ist".

Regierungspräsident Schmied verriet, dass er selbst seit 39 Jahren Kunde des Verbandes sei. Seine Glückwünsche überbrachte er auch im Namen der Fachdezernate. Man könne nicht außer acht lassen, dass gesundes Wasser auf der einen, und eine intakte Umwelt auf der anderen Seite Spezialisten benötige, die dies unter einen Hut bringen.

"Kein Leben kann ohne gesundes "Wasser existieren" erklärte Dietlinde Elies, die Glückwünsche des Landkreises überbrachte. Sie wünschte, dass auch in Zukunft verantwortungsbewusste Menschen and der Spitze des Verbandes stehen, und allen Bürgern, dass sie immer gesundes Wasser beziehen können.

Wieczorek freute sich besonders, dass so viele Bürger ihre Verbundenheit mit dem ZLS durch ihre Anwesenheit bekundeten. Auch er betone "Wasser ist ein lebensnotwendiger Grundstoff unseres Daseins, den wir als selbstverständlich betrachten. Immerhin verbraucht ein privater Haushalt rund 110 Liter Trinkwasser am Tag".

Manfred Siekmann von der IHK Gießen-Friedberg überreichte zur Erinnerung an das Jubiläum eine Urkunde, ehe weitere Glückwünsche von Stadtrat Norbert Pfeffer kamen, der für die Stadt Staufenberg gratulierte, und von Gunnar Kraft, der die DLRG vertrat, die in diesem Jahr auf das 50. Bestehen zurückblicken kann. Als Geschenk hatte er einen Schwimmausweis für ein Jahr mitgebracht, der jeweils an die Mitarbeiter weiter gegeben werden kann.

Gerhard Schmidt, Bürgermeister von Wettenberg und Vorstandsmitglied im ZLS "Wir sind der kleinste Partner im kommunalen Verband", erinnerte sich, dass er eine Klage der Gemeinde Wettenberg gegen den Wasserverband vorfand, als er 1986 ins Amt gewählt wurde. Man wollte dabei erreichen, dass die Verbandsumlage gesenkt werden sollte. "Wir haben uns dann geeinigt, und arbeiten heute sehr harmonisch zusammen", betonte er. Geschäftsführer Becker gab dann einen Überblick über die 100 Jahre ZLS. "Am Anfang standen alte Aufzeichnungen, die zum Teil in der Sütterlinschrift geschrieben waren, die wir nicht lesen konnten." Zwei Miarbeiterinenn waren es dann, die alles übersetzten", so dass die Chronik lückenlos ist. "Die Bürger erwarten eine ausreichende Wasserversorgung in bester Qualität", erklärte er, und weiter "was hier über all die Jahrzehnte geleistet wurde, geht nur, weil wir eine exzellente Mannschaft haben". Die Ungarndeutsche Tanzgruppe und Kunstradvorführungen der "Germania" lockerten das Programm auf, das das JBO mit schmissigen Melodien beendete.

»100 Jahre fließendes Wasser«»100 Jahre fließendes Wasser«

Aus Gießener Allgemeinen Zeitung vom 08.10.05

Lollar/Staufenberg (tna). »Fließendes Wasser ist heutzutage so selbstverständlich wie fernsehen oder lesen«, sagte der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg (ZLS) und Bürgermeister der Stadt Lollar, Dr. Bernd Wieczorek, in seinem Grußwort zum 100-jährigen Bestehen des ZLS. »Solch ein Jubiläum ist Anlass, sich zu bedanken«, fuhr Dr. Wieczorek fort.

Jugend- und Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Lollar Am Donnerstag beging der ZLS seinen Festabend im Bürgerhaus Lollar. Den eingeladenen und zahlreich gekommenen interessierten Gästen wurde ein gelungenes Programm präsentiert, das Johannes Fuhrmann (Staufenberg), Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Lollar-Staufenberg, eröffnete. In seiner Begrüßungsrede machte er anhand von historischen Daten deutlich, wie lange solch eine Zeitspanne ist – und vor allem was in 100 Jahren, seit der Gründung der einstigen Wasserkommission im Jahr 1905, passiert ist. Heute, so resümierte Fuhrmann, stehe der »Wasserlieferant ZLS« als »modernes und leistungsfähiges Unternehmen« da.

Regierungspräsident Wilfried Schmied überbrachte mit seinem Grußwort auch die besten Wünsche des hessischen Innenministers Volker Bouffier, mit dem er eine Stunde zuvor in Wiesbaden gesprochen hatte. Schmied betonte, dass in einer Zeit der rasanten technischen Entwicklung im komplexen Bereich der Wasserversorgung die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle spielt. Dem »Ist-Zustand« und der Entwicklung des ZLS in den vergangenen 100 Jahren müsse man »Respekt und Anerkennung« aussprechen.

Die Kreisbeigeordnete Dietlinde Elies gratulierte im Namen des Landkreises Gießen gleichfalls zum Jubiläum und betonte: »Nichts geht ohne Wasser.« Gerhard Schmidt, Mitglied des ZLS-Verbandsvorstands und Bürgermeister von Wettenberg, beglückwünschte den ZLS ebenso wie Erster Stadtrat Norbert Pfeffer im Namen der Stadt Staufenberg.

Manfred Siekmann, Vollversammlungsmitglied der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg, überbrachte ebenfalls die besten Wünsche und übereichte eine gerahmte Jubiläumsurkunde.

Im vollbesetzten großen Saal des Bürgerhauses präsentierte ZLS-Geschäftsführer Jochen Becker den Programmhöhepunkt: die »Chronik des Zweckverbandes«, eine akribische Zusammenstellung aus Archiv-Unterlagen der Jahre 1905 bis 2005 und aus alten Tagebüchern (die AZ berichtete). Die überaus interessante Zusammenstellung von Ereignissen und »Histörchen« wurde mit einer Dia/Powerpointpräsentation unterstützt und aufmerksam verfolgt.

Für mehrere musikalische Einlagen sorgte am festlichen ZLS-Abend das Jugend- und Blasor-chester (JBO) der Freiwilligen Feuerwehr Lollar unter der Leitung von Thomas Buß. Die Musikerinnen und Musiker begeisterten unter anderem mit dem »Florentiner Marsch« und einem Medley bekannter und volkstümlicher Melodien. Der Radfahrerverein »Germania« Lollar hatte junge Aktive entsandt. die gekonnt mit einer Kunstradvorführung unterhielten. Und nicht zuletzt tanzte und dang die gut aufgelegte Ungarndeutsche Tanzgruppe Lollar unter der Leitung von Willi Skopko.

Kunstradgruppe des Radfahrvereins LollarManfred Siekmann (rechts), Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg, überreichte dem Zweckverband Lollar-Staufenberg (ZLS) an seinem Festabend am Donnerstagabend im Saal des Lollarer Bürgerhauses eine gerahmte Urkunde. Stellvertretend für den ZLS nahmen sie der ZLS-Verbandsvorsteher und Bürgermeister der Stadt Lollar, Dr. Bernd Wieczorek (links), der Geschäftsführer des ZLS, Jochen Becker (2. von links), und der Vorsitzende der ZLS-Verbandsversammlung, Johannes Fuhrmann (2. von rechts), entgegen.

  Die Ungarndeutsche Tanzgruppe Lollar begeisterte am festlichen Donnerstagabend im Bürgerhaus mit Tanz und Gesang.

Die jungen Kunstradfahrer Alexander Fuchs, Vanessa Schieferstein und Vincent Vogel vom Radfahrerverein »Germania« Lollar stellten am Festabend des ZLS ihr Können unter Beweis (Fotos: tna)


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